{"id":493,"date":"2016-08-22T14:53:20","date_gmt":"2016-08-22T12:53:20","guid":{"rendered":"http:\/\/recheck.de\/recongeb\/?page_id=493"},"modified":"2020-12-02T16:24:43","modified_gmt":"2020-12-02T15:24:43","slug":"notwendigkeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stiftung-energieeffizienz.org\/recongeb\/notwendigkeit\/","title":{"rendered":"Notwendigkeit"},"content":{"rendered":"[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;]<style>.vcex-heading.vcex_69df57e561b19{color:#666666;font-weight:300;letter-spacing:8px;}<\/style><div class=\"vcex-heading vcex-heading-plain vcex-module wpex-heading wpex-text-2xl wpex-text-left vc_custom_1471870832326 vcex_69df57e561b19\"><span class=\"vcex-heading-inner wpex-inline-block\">WARUM IST ES NOTWENDIG?<\/span><\/div>[vc_empty_space height=&#8220;20px&#8220;][vc_column_text]<strong>Ohne W\u00e4rme keine Energiewende<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDie Bundesregierung denkt bei der Energiewende bislang nur an Strom, weil dies die Gro\u00dfkonzerne interessiert. Dezentrale Photovoltaik- und Windenergieprojekte werden dabei in der \u00f6ffentlichen Debatte als Verursacher hoher Stromkosten in den Fokus ger\u00fcckt. Interessenbehaftete Medienkampagnen verhindern eine sachliche Debatte um effiziente Investitionen im entscheidenden W\u00e4rme-Sektor.<\/p>\n<p>Entscheidungshilfen f\u00fcr die B\u00fcrger zur wirtschaftlichen Investition in Geb\u00e4ude und Heizsysteme stehen nicht zur Verf\u00fcgung. Der Staat ist bislang zur tats\u00e4chlichen Umsetzung der Energiewende ohne fossile und atomare Grundlage nicht in der Lage. Die Medien k\u00f6nnen die Machenschaften im Energiesektor mangels Kapazit\u00e4t f\u00fcr investigative Recherche nur schwer entlarven. Die B\u00fcrger werden mit der Aufgabe, effizient in tats\u00e4chlich klimavertr\u00e4gliche Geb\u00e4ude zu investieren, allein gelassen, oder sogar in die Irre gef\u00fchrt. Dabei sind f\u00fcr das Gelingen einer Energiewende bezahlbare und tats\u00e4chlich kosten- und umweltschonende Geb\u00e4ude und Anlagen zentral. Nur vereinzelte Akteure, z.B. aus der Wohnungswirtschaft, sind um die notwendige systematische Klarheit bem\u00fcht. Diese L\u00fccke soll das auf 15 Jahre angelegte Projekt schlie\u00dfen, um eine erfolgreiche W\u00e4rme-Energiewende zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ehrliches Ringen um beste energetische L\u00f6sungen notwendig<\/strong><\/p>\n<p>Eine RICHTIGE Energiewende bedingt ein ehrliches Ringen um beste energetische L\u00f6sungen. Das betrifft die gesamte Energiewende aber auch Einzelgeb\u00e4ude. Privaten und professionellen Bauherren fehlt jedoch zunehmend der \u00dcberblick \u00fcber M\u00f6glichkeiten des energetischen Bauens und Sanierens, die effizient und kosteng\u00fcnstig zugleich sind. Alleine durch verbindliche Effizienzvorgaben f\u00fcr W\u00e4rmepumpen lie\u00dfen sich schon 2030 bundesweit 1,6 Mrd. EUR einsparen. Das Buch \u201eBauunwesen\u201c informiert, \u201edass am Ende die tats\u00e4chliche Effizienz eines Geb\u00e4udes den Staat in Deutschland gar nicht interessiert. Der Bauherr \u2026 hat genug f\u00fcr die Energieeffizienz getan, wenn er viel Geld f\u00fcr teureres Material und Technik ausgegeben hat \u2026 Was beim Bauen energetisch herauskommt, spielt in Deutschland keine Rolle\u201c [Lauber 2014]. Eine R\u00fcckkopplung der Ergebnisse fehlt.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich zeigt die Analyse von theoretisch energiesparenden Geb\u00e4uden in der Praxis fehlende Einsparungen durch mangelnde Qualit\u00e4tssicherung und Reboundeffekte. Die gemessene CO<sub>2<\/sub>-Reduktion im Bereich der Beheizung und Warmwasserversorgung von Geb\u00e4uden hinkt weit hinter der Theorie und den Notwendigkeiten her. Dies wird der \u00d6ffentlichkeit vorenthalten. Aufkommende, aber unzureichende oder irref\u00fchrende Monitoringans\u00e4tze von Herstellern und \u00f6ffentlicher Hand stehen unter Erfolgsdruck und vermeiden notwendige Klarsicht. Eine transparente und ernsthafte Kontrolle des Einsparerfolgs findet bislang nicht statt, da sie als Wachstumsbremse wahrgenommen wird und ein weiteres Verfehlen der politischen Klimaschutzziele offenbaren w\u00fcrde. Auf diese \u201eHemmnisse\u201c darf in Hinblick auf eine erfolgreiche Energiewende nicht l\u00e4nger R\u00fccksicht genommen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Realistische Ziele und R\u00fcckkopplung der Ergebnisse erm\u00f6glichen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Interessen von Lobbygruppen und Akteuren der Energiewirtschaft, die von hohen Ger\u00e4tekosten und Energieausgaben der Haushalte profitieren, dominieren die \u00f6ffentliche Wahrnehmung und die Verordnungen. Zum Beispiel wurden in der EnEV, der ma\u00dfgeblichen Verordnung im Bauwesen, die Umweltkennwerte f\u00fcr Strom willk\u00fcrlich so festgelegt, dass elektrisch betriebene Heizsysteme massiv bevorzugt werden. Ab 2016 werden Luft-W\u00e4rmepumpen so zum Standardheizsystem. Unabh\u00e4ngige Evaluierungen zeigen jedoch, dass gerade diese Systeme ohne verbindliche Qualit\u00e4tssicherung in der Praxis mangelnde Effizienz aufweisen und \u00fcberh\u00f6hte Heizkosten bedingen. Dem notwendigen, und politisch debattierten, Abschalten von Braunkohle-Kraftwerken wird de facto durch die Energieeinsparverordnung 2016 entgegengewirkt. Mit orchestrierten PR-Kampagnen &#8211; Stichwort &#8222;D\u00e4mmwahnsinn&#8220; &#8211; wird umfassender W\u00e4rmeschutz regelrecht ausgebremst. Zudem konzentriert sich die \u00f6ffentliche Debatte in der Berichterstattung sehr einseitig auf den Sektor Strom: Preise, EEG-Umlage, Stromtrassen und Smart-Grid bestimmen Politik und Medien. Der wesentliche Bereich W\u00e4rme wird ausgespart, hier jedoch kann der Verbraucher oftmals direkt handeln. Dies gilt es unter Ber\u00fccksichtigung der individuellen und gemeinschaftlichen Ziele zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>An die Stelle unrealistischer Ziele wie dem \u201equasi klimaneutralen Geb\u00e4udebestand\u201c sollen im Projekt ReConGeb realistische, machbare, nach Situation differenzierte und kontrollf\u00e4hige Ziele eingef\u00fchrt, und auf ihre Einhaltung \u00fcberwacht werden.<\/p>\n<p>\u00bb Belege und Quellen zum Text finden Sie im <a title=\"Arbeitspapier Energiewende RICHTIG machen\" href=\"https:\/\/stiftung-energieeffizienz.org\/images\/pdf\/stiftung-energieeffizienz_arbeitspapier_recongeb_2016-10-28.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ReConGeb Arbeitspapier<\/a><\/p>\n<p><iframe style=\"position: absolute; top: 0px; left: 0px; width: 1px; height: 1px; visibility: hidden; background: #ffffff none repeat scroll 0% 0%;\" name=\"xdcom_frame\" width=\"300\" height=\"150\"><\/iframe><\/p>\n<p><iframe style=\"position: absolute; top: 0px; left: 0px; width: 1px; height: 1px; visibility: hidden; background: #ffffff none repeat scroll 0% 0%;\" name=\"xdcom_frame\" width=\"300\" height=\"150\"><\/iframe><\/p>\n<p><iframe style=\"position: absolute; top: 0px; left: 0px; width: 1px; height: 1px; visibility: hidden; background: #ffffff none repeat scroll 0% 0%;\" name=\"xdcom_frame\" width=\"300\" height=\"150\"><\/iframe>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243; css=&#8220;.vc_custom_1606922673966{margin-left: 15px !important;padding-left: 20px !important;}&#8220;][vc_single_image image=&#8220;40&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; lightbox_custom_img=&#8220;40&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;20px&#8220;][vc_column_text]<strong>Endenergieverbrauch in Deutschland<\/strong><br \/>\nSolarstrom und Windenergie stellen 3% der Endenergie in Deutschland bereit. Die zentrale Aufgabe der W\u00e4rme-Energiewende ist in der \u00f6ffentlichen Diskussion ausgegraut.<br \/>\n\u00a9 Stiftung Energieeffizienz, Daten Sektor Strom gem. EEX\/FhG 2013[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;50px&#8220;][vc_single_image image=&#8220;686&#8243; img_size=&#8220;medium&#8220; lightbox_custom_img=&#8220;621&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;20px&#8220;][vc_column_text]<strong>Beispiel f\u00fcr energetische Ziele mit Toleranzangabe<\/strong><br \/>\nGerade bei ambitioniert vorgegebenen Nachweiswerten zeigen realisierte energiesparende Geb\u00e4ude in der Praxis meist einen zu hohen Energieverbrauch aufweisen [Ka\u00dfner 2010].[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;20px&#8220;][vc_column_text]Ohne W\u00e4rme keine Energiewende Die Bundesregierung denkt bei der Energiewende bislang nur an Strom, weil dies die Gro\u00dfkonzerne interessiert. 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